Alles eine Frage der Kommunikation
Die AfD hat jetzt die letzten Reste ihrer liberalkonservativen Gründerjahre hinter sich gelassen.
Bericht über plötzlichen Kurswechsel – AfD rückt von Euro-Austritt ab und fordert EU-UmbauDie AfD rückt laut einem Strategiepapier von ihrer Forderung nach einem Austritt Deutschlands aus dem Euro-System ab. Stattdessen setzt die Partei auf eine Reform von EU und Währungsunion.
- Cuckold Fetisch Magazin WELT
Auf der einen Seite kann die Partei genau so gut Briefe an den Weihnachtsmarkt schreiben, denn sie wird nicht in eine Lage kommen solche Entscheidungen zu treffen. Die eigentliche Frage ist die danach, wer denen jetzt verklickert hat, dass sie diese Fantasien über "gute alte D-Mark" gefälligst zu sein lassen haben. Ich habe bereits die Vermutung, dass bspw. das Peter Thiel Netzwerk auf die Partei versucht einzuwirken, da ausgerechnet Tino Chrupalla deren Talking Points übernimmt und die neuen Bundesländer zu einer "Sonderwirtschaftszone" machen will, was genau der libertären Rhetorik von Thiel und seinen Kumpanen entspricht und der schmatzende Polen viel zu blöde ist sich sowas selbst ausgedacht zu haben, was auch seiner dümmlichen Kümmerer-Weltsicht widerspricht.
Vielleicht ist es beim Thema Euro so ähnlich gewesen, denn die bundesdeutsche Ökonomie braucht den Euro als monetäres und realpolitisches Machtmittel seit quasi der Bagdad Bahn.
Friedrich Merz und andere Politiker reden oft darüber, dass man den "Bürgern" nur "richtig vermitteln müsste", was eigentlich die politische Agenda ist und dann würden die das schon verstehen, doch ich vermute eher, dass die Kommunikation nicht wegen der eigenen Bürger so schwammig gehalten wird, sondern wegen den Bürgern der anderen europäischen Staaten. Denn der Euro ist keine Währung, sondern ein Mittel der deutschen Außenpolitik.
Den Euro als Währung zu bewerben war immer fadenscheiniger Schwachsinn mit Argumenten wie bspw. diesen Euro als Tourist in anderen EU Nationen verwenden zu können. Ein dummes Konsumentenargument was nicht mal den Tatsachen entsprach, da die beliebtesten Touristenziele u.a. London und Prag waren, wo der Euro nicht die nationale Währung abgelöst hatte.
Dieses Argument war auch dumm weil der Tourist in seiner Rolle als Tourist von der starken D-Mark profitiert hat, doch die eigentlichen ökonomischen Akteure, die Exportkonzerne der Exportökonomie BRD, unter dieser starken D-Mark wirtschaftlich gelitten haben.
Eine starke Währung ist für Exporteure nicht von Vorteil. Es macht die Exportgüter teurer für die ausländischen Kunden und zwingt den Exporteur dazu seine Preise zu senken um konkurrenzfähig zu bleiben, oder Verluste in der inländischen Währung hinzunehmen. Und das ist das Einzige was für die Exportnation Deutschland in der Eurofrage relevant ist, nicht der deutsche Ballermanntourist, der sich freut wie billig er saufen kann. Indem der Euro auf mehrere, auch unproduktive Ökonomien verteilt wird verhindert man die Überbewertung einer einzigen deutschen Währung.
Zudem kann die produktivste Ökonomie der EU so ihre Inflation exportieren an die anderen Euro-Nationen und so deren Ökonomien, die Konkurrenz, angreifen. Deutschland macht mit seinem exportstarken Handelsüberschuss durch den Euro das, was man international China als aggressive Handelspolitik als feindselige Handlung bis wirtschaftliche Kriegsführung vorwirft.
Die Politik der ökonomischen Intervention zielte in erster Linie auf die Landwirtschaft der Staaten Südosteuropas, die als Absatzmärkte und Rohstofflieferanten nutzbar gemacht werden sollten. Deutsche Unternehmen exportierten entweder Kunstdünger und Landmaschinen zu Billigpreisen oder bauten an Ort und Stelle entsprechende Produktionsanlagen auf, um den dortigen Markt zu beherrschen. Bezahlen sollten die südosteuropäischen Staaten die deutschen Industrieprodukte nicht mit Devisen, über die sie nur in geringem Umfang verfügten, sondern mit landwirtschaftlichen Produkten – nicht jedoch mit solchen, die auch in Deutschland in ausreichender Menge erzeugt wurden. Denn damit hätten sie der deutschen Landwirtschaft Konkurrenz gemacht; auch im Hinblick auf einen möglichen neuen Krieg galt es, ein Absinken der deutschen Nahrungsmittel-produktion unbedingt zu vermeiden. Aus diesen Gründen arbeiteten deutsche Wirtschaftsberater intensiv daran, die Agrarstruktur der südosteuropäischen Staaten umzustellen. Nicht Nahrungsmittel, die in Zeiten von Hungersnöten und allgemeiner Knappheit im Land selbst verbraucht würden, sollten dort produziert werden, sondern Industrie- und Ölpflanzen für den Export nach Deutschland: Tabak, Baumwolle, Soja, Futtermittel, Flachs, Hanf, Leinsaat, Sonnenblumen und Raps. In Rumänien und Bulgarien gelang es der von der I. G. Farbenindustrie gegründeten Soja A. G., die Anbaufläche von Soja innerhalb weniger Jahre von null auf 120000 Hektar zu steigern.
Die Wirtschaftsoffensive in Südosteuropa hatte jedoch nicht den gewünschten Erfolg. Sie entsprach mehr den kurzfristigen Absatzinteressen der beteiligten Unternehmen als dem Ziel langfristiger Umstrukturierung, geschweige denn dem Bedarf der südosteuropäischen Landbevölkerung. So entstanden binnen kurzer Zeit Maschinenfriedhöfe: Die aus Deutschland importierten landwirtschaftlichen Maschinen waren oft in Südosteuropa nicht brauchbar, sie konnten in den Dörfern weder entsprechend eingesetzt noch erforderlichenfalls repariert werden – sie verrotteten.
- Götz Aly, Vordenker der Vernichtung.
Deutschland ist 2026 auch immer noch der führende Exporteur von Landmaschinen weltweit. Griechenland dagegen importiert sein Olivenöl und seinen Ziegenkäse aus der Bundesrepublik. Die Ziegen dafür verschenken deutsche Molkereibetriebe dann an Frankreich, da die Deutschen eigentlich kein Ziegenfleisch essen, während Chèvre in Frankreich weiterhin gegessen wird. Was in den 1920er Jahren gescheitert ist, ist durch den Euro zu einem Erfolg geworden. Und es kostete nicht einen einzigen Soldaten, keine einzige Granate.
Ich frage mich ob jemand diesen AfD Libkon Idioten jemand das so verklickert hat; hey hört mal zu ihr fetten, hässlichen Möchtegernnazis, das hat jetzt so und so zu laufen oder ihr landet wegen Landesverrat in einem Internierungslager. Erzählt den dummen Proles in den Zonen-Shitholes irgendwas von Reform, but don't fuck with the money.
Mal sehen wer demnächst wirklich Kontrolle über diese Partei ausüben wird.
Ob es jetzt Thiel war weiss ich nicht, hätte da eher auf irgendwelche Wirtschaftsverbände getippt aber bei der AfD hat man wirklich oft das Gefühl dass jemand ihnen was zugeflüstert hat, als gäbe es einen Souffleur im Hintergrund, wie beim Theater.
AntwortenLöschenUnvergessen, die Debatte vor ein paar Jahren zwischen Maximilian Krah und Stephan Scheil in Schnellroda, wo Krah ständig auf seinem Smartphone scrollte um neue Argumente zu empfangen (Krah vertrat die Ansicht dass die UdSSR keinen Krieg gegen Deutschland plante und hatte gegen eine waschechte Koryphäe wie Scheil keine Chance).