Montag, 21. September 2020

Kilo Two Bravo


Filmreview! Mit Spoilern!

Hab mir letztens den britischen Film Kilo Two Bravo angeschaut und das war ein guter Film. Der Film geht darum dass ein paar britische Soldaten in der Helmand Provinz halt sau dämlich in ein Minenfeld latschen und das wars dann für die. Basierend auf einer wahren Begebenheit und sehr viel glaubwürdiger Umgesetzt als Hollywood Scheiss wie "Lone Survivor", wohl auch weil over-the-top Actionszenen durch das winzige Budget für unmöglicht waren. Also schau dir den Film vorher an bevor du weiter liest.

Ich bin wie ihr wisst ein großer Befürworter von dem Einsatz von Landminen und IEDs und mach mir keine Illusionen darüber wie das eben aussieht wenn die eingesetzt werden. Deshalb war ich zu Anfang des Films auch wie so ein Nog wenn er sich einen Horrorfilm anschaut wie "Ouuuuh Shit Nigga geh da nicht rein, geh da nicht rein". 
Da hast du eine kleine britische Einheit die auf einer Höhe stationiert ist und eigentlich nur die Umgebung beobachten soll für banale Sachen wie illegale Checkpoints und dann denken sich ein paar von denen sie sind jetzt extra abenteuerlustig und gehen auf Foot Patrol. Und dann laufen die da echt den Hang runter in so ein ausgetrocknetes Bachbett. 
Ouh Shit Nigga geh da nicht rein.

Die Koalitionskräfte die heute in Afghanistan stationiert sind besetzen dabei so ziemlich dieselben Positionen, Flughäfen und Anhöhen die die Sowjets vor ihnen besetzt haben und um die sie herum Minenfelder anlegten. Also was ich garantiert nicht machen würde ist in der Nähe von sowas irgendeinen Hang hinuter latschen als wäre ich auf einem scheiss Wanderausflug. Denn auch in der Wüste regnet es mal und wenn es regnet, dann richtig. Und alles was am Munition und sowas da rum lag wird abgeschwemmt und landet dann in solchen ausgetrockneten Formationen wo es keine Anordnung hat und kein oben und unten oder sowas. Und da unten liegen dann die Fäkalien des Krieges in der Scheissegrube des Krieges und genau da latschen die Briten halt rein.

Der Film erinnert mehr an einen Katastrophen- als an einen Kriegsfilm. Die Insurgenten werden nur aus der Distanz gezeigt und bleiben gesichtslos. Und der einzelne Soldat ist ohnmächtig gegenüber dem Geschehen. Egal wie mutig oder kameradschaftlich ein Charakter gerade noch war beim nächsten Schritt kann er schon Konfetti sein. Sein Tod kommt nicht dramatisch mit epischer Musik untermalt sondern von einen Moment auf den anderen und genau dass macht den Film in einer extrem morbiden Art so spannend bis zum letzten Moment.

5 Kommentare:

  1. Antworten
    1. Das Gore war richtig gut, also bestgore gut. Das hat auch offensichtlich das budget für die Explosionen gefressen.
      Die besten Szenen waren wohl als der Dicke anfängt melodramatisch zu motivieren und sich jeder über ihn lustig macht und als der Evac typ durch das moinfield rennt und halt nichts passiert. Da wirkt es schon fast wie eine Parodie von eben diesen melodramatischen Produktionen aus Holowood.
      Hätte aber kürzer sein können, so drei Stunden, wenn sie doch nur PC gelesen und Aluminiumgewebe in der Sohle gehabt hätten.

      Löschen
  2. ZF: Zappeln im Flußbett ohne Beine bis der Heli kommt.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Der Film hätte eigentlich genauso gut über Amerikaner handeln können, weil die brauchen ja für alles gleich ihr CAS. So verlangen die gleich einen Airstrike weil ein paar towelheads rumballern und sie die eigentlich mit ihrem Mörser treffen könnten, statt HE schmeißen sie aber ein Leuchtsignal für den Fighter Bomber Jock der dann eh nicht trifft und das durchschnittliche, deutsche Zehnjahresgehalt in den Sand schmeißt.
      In der Amerikanischen Adaption geht es dann darum, wie ein Squat von ihrem eigenen airstrike getroffen wurde.

      Löschen
    2. "oh my god, oh my god"

      Hans Zimmer Tränendrüse Soundtrack, Jerry Bruckheimer Explosionen.

      "Bomber Jock Zero - Freundliches Feuer - Krieg ist die Hölle"

      Löschen