Donnerstag, 15. Januar 2026

Disney Revolution

Projektionsfläche für verfettete SZ Abonnenten


Die Leute im Iran sind so arm dass sie vielleicht Fleisch ein-, zweimal im Monat haben und eine Grippewelle erledigt dort schnell mal eine Anzahl von der Größe einer Kleinstadt. Dem Land geht das Trinkwasser aus bevor ihnen das Öl ausgehen wird und die Infrastruktur ist marode da sie zum Großteil noch aus der Zeit des Schahs ist. Große Teile der Bevölkerung sind drogenabhängig. Unter den Süchtigen, genau so wie unter der urbanen Schicht junger Studenten, grassieren Geschlechtskrankheiten. Das Leben ist für die allermeisten Leute miserabel und sie haben keine Hoffnung auf Besserung.

Und was die Konzernmedien jetzt als Revolution präsentieren sind ein paar junge Weiber die ihre Kopftücher verbrennen. Die Disneyfizierung von Revolutionsfantasien welche die Shitlib und Libkon Leser dieser Medien selbst nie ausleben konnten weil das Verbrennen von Bannern und Bustier nicht den Krieg in Vietnam beendet hat.

Die Meldungen überschlagen sich mit angeblichen Opferzahlen die im Verlauf der Proteste getötet wurden, auch wenn sie selten erwähnen wie diese sich aufteilen in Demonstranten und Sicherheitskräfte. Der Iran hat über 90 Millionen Einwohner und ein paar tausend Tote, gerade aus den überflüssigen Schichten, stürzen ein eingegrabenes Regime nicht.

Die Proteste gehen aus von der Krämerklasse, den kleinen Ladenbesitzern die keine Anstellungsmöglichkeiten haben und sich deshalb selbstständig machen irgendwo eine Nische zu mieten und Krimskrams zu verkaufen für den sie mehr verlangen als es eine Einzelhandelskette tun würde. Der Iran ist voll von Fake-Chain-Stores, da sie trotz Sanktionen westliche Produkte haben wollen, und so gibt es bspw. für die Reichen, die in Dollar zahlen können, fake Apple Stores mit geschmuggelten Apple Produkten. Doch das sind nicht die Meisten. Die meisten sind solche beschissenen kleinen Krims-Läden genau so wie sie Einwanderer meist in westlichen Nationen eröffnen weil sie für den regulären Anstellungsmarkt wertlos sind. Und weil der Währungsverfall die Krämer, die Mittelsmänner, hart trifft demonstrieren diese jetzt. Doch Krämer inspirieren keine Revolution.

Es werden Parallelen dazu gezogen, dass es diese Klasse war, welche eine Kerngruppe der islamischen Revolution dargestellt hat, doch das ist heute nicht reproduzierbar. Der Bulk der Fußsoldaten damals waren die verarmten Dörfler, welche von religiösen und kommunistischen Organisatoren in die Städte geschafft wurden. Der Bazar hat in der heutigen Welt auch nicht mehr die Macht wie er sie im feudalistischen Persien hatte.

Die bisher gezeigten Opfer sind auch jene, mit denen sich das westliche Publikum identifizieren soll. Studenten, Fashion Influencer, ein paar Kids mit Brokkoli-Haarschnitten die Social Media Accounts hatten, doch die machen keine Revolution.

Trump, wieder mal impulsiv, egotistisch und großmäulig, droht dem Regime in Teheran damit, dass es militärische Konsequenzen geben würde, wenn sie diesen einen kleinen. 26 jährigen Kleiderkrämer hinrichten würden, was wahrscheinlich sowieso keine ernsthafte Möglichkeit gewesen ist. Die überwiegende Zahl der Hinrichtungen, der öffentlichen Hinrichtungen, wird an Drogenhändlern vollzogen. Wenn das Regime jetzt ankündigt man werde diesen einen Typen nicht hinrichten, dann wird der demente Trump das als seinen Gewinn betrachten, in zwei Tagen vergessen haben worum es ging, und dann bei der nächsten Gelegenheit erzählen er habe das Töten in Teheran beendet und 398535 andere Kriege auch.

Die USA haben das Maduro Regime nicht gestürzt und sie werden das Mullah Regime nicht stürzen. Niemand hat ein Interesse an einem freien Iran. Nicht in der Region, nicht in Washington, nicht in Moskau. Israel macht zu viel Geld damit mit dem Iran Schmuggel zu betreiben, ein lukratives Geschäft welches ohne die Sanktionen wegfallen würde. Und niemand der wirklich etwas zu entscheiden hat macht, zumindest auf absehbare Zeit, den Fehler ein zweites Libyen, Syrien, Myanmar, takeyourpick zu schaffen, nur weil die Opinion-Klasse von Kolumnen und Cocktailparties das Bild demonstrierender Studenten mag. Keiner der im Ausland lebenden, oft interviewten, doch im Iran bedeutungslosen, Oppositionsführer hat irgendein Gewicht oder Einfluss auf die Proteste.

Diese Leute sind verdammt.

Und wahrscheinlich wissen sie es auch, weswegen es besser ist durch Gewalt zu sterben als in einem STD verseuchtem, drogensüchtigen Shithole dahinzuvegetieren. Deswegen sind die Ausschreitungen so viel gewalttätiger als zuvor. Revolutionen sind, trotz aller nihilistischer Gewalt die in ihrem Zuge erfolgen, Akte der Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Die kollabierenden Geburtenraten und Drogenabhängigkeit im Iran sind dagegen ein Zeichen dafür, dass diese Gesellschaft keine Hoffnung hat.

Ich vermute die iranische Regierung wird in ein paar Wochen einzelne Demonstranten vor die Kamera ziehen, diese legen irgendwelche Geständnisse ab wie CIA und Mossad sie angestiftet hätten zu randalieren, der Großteil wird begnadigt, ein paar iranische Regierungsvertreter treten zurück, Jared Kuschner reist nach Teheran, Trump labert Scheisse über Öl und Deals, das Regime bleibt intakt und gibt der kriminellen Familie im weißen Haus Kickbacks um die nächsten drei Jahre weiterhin gefestigt zu überstehen.


Persönlich würde ich ja gerne einen Bürgerkrieg im Iran sehen mit Millionen Toten. Einfach um zu sehen wie das aussieht.




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