Vom Krieg im Libanon liest und hört man ziemlich wenig. Die stille ist geradezu ohrenbetäubend, denn obwohl die Israelis die Partei Gottes doch mit ihrer Pager Sneak Attack verstümmelt hätten, so kommen sie gegen den Rest nicht wirklich voran. Die Hezbollah setzt verstärkt Drohnen ein die auch ein verkrüppelter Kämpfer dem ein Bein fehlt noch bedienen kann. Und wenn mal darüber berichtet wird, dann ist es auffällig wie eben die Drohnenkriegsführung der Ukraine als "Innovation" behandelt wird, während es bei der Hezbollah die "Drohnen Bedrohung" ist.
Die Fähigkeiten der Hezbollah mit ihren "Ababil" Glasfaser-Drohnen kommt zwar nicht an die der Magyar Birds heran, doch sie werden besser. Was allerdings immer noch die Ausnahme ist, ist Bomb Damage Assessment. Das ist bei denen da unten die große Ausnahme und ist auch bei der Hamas im Gazastreifen nicht erfolgt. Es explodiert nur irgendwas und der Rest ist trust me bro. Die Tatsache ist eher, dass ein Merkava MBT einen Frontalen Treffer mit einer RPG-7 übersteht. Es gibt keine, oder zumindest keine Aufnahmen von, Spotter Drohnen.
Überhaupt ist die IDF seit dem Gaza-Krieg als auffällig inkompetent aufgefallen. Das liegt nicht nur daran, dass sie schnell mit Reservisten aufgefüllt wurde, deren Training unzureichend und veraltet ist, sondern auch die professionellen Einheiten begehen ständig Fehler und Fahrlässigkeiten.
Ich vermute allerdings dass die Ergebnisse für die IDF am Boden auch nicht viel anders wären, würden sie diese Fehler nicht machen. Sie hat es vorher schon nicht geschafft den Libanon dauerhaft zu besetzen und zu pazifizieren und wird es mit dieser ATGM Technologie aus der Garage auch nicht können. Die bisherige Art des Landkrieges ist vorbei. Staaten sind vorbei. Das ist das Zeitalter der Drohne.
Also doch wieder weiße Hisbollah?
AntwortenLöschenvielleicht haben die Ukrainer heimlich auch die Hizbolleros für FPV-Drohnen trainiert, so wie die Tuaregmilizen in Mali. Als Rache für das Getreideschiff und/oder weil Israel inzwischen eine Russenkolonie ist. Takbir.
AntwortenLöschenKann mir nicht vorstellen wie Israel das Zeitalter der Drohnenkriegsführung überstehen sollte. In der Ukraine gibt es an der Front eine Todeszone/Niemandsland von mehreren Dutzend Kilometern Breite und ukrainische Drohnen erreichen mittlerweile sogar St.Petersburg, auch wenn das wohl eher Marschflugkörper sind. Der wesentliche Punkt ist aber dass man mit relativ billigen FPV-Drohnen in der Lage ist quasi im gesamten israelischen Territorium zu wirken, während die selben Drohnen klassische Bodenoffensiven verunmöglichen.
AntwortenLöschenMan könnte natürlich meinen dass sich Israel über diese Entwicklung freuen würde, da das Verteidigen von Gebiet so leicht ist wie noch nie zuvor. Das ist zwar richtig, gilt aber eben auch nur für Staaten die entsprechende strategische Tiefe haben und Israel ist DAS Musterbeispiel für einen Staat ohne strategische Tiefe.
Solange der Iran, oder irgendeine andere Fraktion, der Hisbollah nur genug Drohnen liefert ist das Spiel für Israel gelaufen. Und die Dinger werden ja auch immer billiger. Und wenn sich dann noch Jordanien oder Ägypten dazu entschließen sollten entsprechende Gruppen auch nur zu tolerieren, dann ist es aus für den Judenstaat.
Man kann ja bei einer latenten Drohnenbedrohung nicht überall Checkpoints unterhalten, so wie es die IDF tut um die Grenzen und das Westjordanland zu sichern.
>der Hisbollah nur genug Drohnen liefert
LöschenWeiß nicht, wie viel davon bloß Propaganda ist, aber Hezbollah will aus offenstlichtlichen Gründen immer mehr Drohnenteile lokal herstellen. Kann mich noch an die IS-Zeit erinnern (so 2014?), bei der ein Video gezeigt hat, wie Drohnenpropeller in Heimarbeit noch selbst gegoßen wurden.
Bis auf das Plastikzeug müsste man eigentlich bloß die komplexeren Teile in den Libanon reinkriegen. Also Kamera + Video-Sender, Flugsteuerung, Glasfaserkabel usw., der Rest erledigt schon der 3D-Drucker und ein Arbeiter in irgendeinem Keller. Sind halt auch alles so Kleinteile, deren Schieberei viel schwerer zu behindern sind, als Schießeisen.
Korrektur: Das waren in dem Video damals Stabilisatoren für Granatengehäuse fürs Abwerfen, keine Propeller.
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